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Kosten & Bilanz

Wann hat sich Ihre Investition bezahlt?

Amortisation ist mehr als Investition geteilt durch Ersparnis. Steigende Strompreise verkürzen sie, Degradation und Betriebskosten verlängern sie. Dieser Rechner bildet beides über die gesamte Laufzeit ab.

Wie wir rechnen

Rechenmodell

  1. 01

    Für jedes Jahr wird die Ersparnis mit der Preissteigerung hoch- und mit der Degradation heruntergerechnet, abzüglich Betriebskosten.

  2. 02

    Der Break-even ist das Jahr, in dem der kumulierte Cashflow erstmals die Investition übersteigt — taggenau interpoliert.

  3. 03

    Der Kapitalwert diskontiert alle künftigen Zahlungen auf heute, mit Ihrem Kalkulationszins als Alternativrendite.

  4. 04

    Der interne Zinsfuß wird numerisch als jene Verzinsung bestimmt, bei der der Kapitalwert null wird.

Gut zu wissen

  • Der Kalkulationszins sollte der Rendite entsprechen, die Ihnen entgeht — bei Eigenkapital das Tagesgeld, bei Fremdkapital der Kreditzins.
  • Ein positiver Kapitalwert bedeutet: Die Investition schlägt Ihre Alternativanlage.
  • Die Amortisationsdauer allein ist ein schwaches Kriterium, weil sie alles nach dem Break-even ignoriert.

Recht & Förderung

Was in Deutschland gilt

Die Rechtslage bestimmt, mit welchen Grenzwerten und Vergütungen dieser Rechner arbeitet.

Nullsteuersatz und Einkommensteuerbefreiung bis 30 kWp

Auf Lieferung und Installation von PV-Anlagen bis 30 kWp auf Wohngebäuden fällt keine Umsatzsteuer an; die Einnahmen sind einkommensteuerfrei.

Umsatzsteuer
0 % bis 30 kWp
Einkommensteuer
befreit bis 30 kWp
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Der Nullsteuersatz gilt für Module, Wechselrichter, Speicher und Montage. Sie zahlen den Nettopreis, ohne dass eine Vorsteuererstattung nötig wäre — die frühere Regelbesteuerungs-Optimierung entfällt damit.

Die Einkommensteuerbefreiung gilt je Steuerpflichtigem für insgesamt bis zu 100 kWp und macht in aller Regel auch die Gewerbeanmeldung entbehrlich.

Einspeisevergütung ist gesetzlich garantiert

Für Überschusseinspeisung aus Anlagen bis 10 kWp gilt ein gesetzlich festgelegter Satz, garantiert für 20 Jahre plus das Inbetriebnahmejahr.

Überschuss bis 10 kWp
rund 7,9 ct/kWh
Garantiedauer
20 Jahre + Inbetriebnahmejahr
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Der Satz sinkt halbjährlich für Neuanlagen; einmal festgelegt bleibt er für die gesamte Laufzeit unverändert. Für Volleinspeisung gelten höhere Sätze, die sich aber mit hohem Eigenverbrauch selten rechnen.

Bei negativen Börsenpreisen über längere Zeiträume entfällt für neuere Anlagen die Vergütung stundenweise. Das betrifft bislang wenige Prozent der Jahresarbeit.

Diese Zusammenstellung ist eine Orientierung, keine Rechtsberatung. Regelungen in diesem Bereich ändern sich mehrmals jährlich — prüfen Sie vor einer Investition die verlinkte Primärquelle oder fragen Sie einen Fachbetrieb.

Häufige Fragen

Kurz beantwortet.

Welche Strompreissteigerung ist realistisch?

Der Haushaltsstrompreis in Deutschland ist über die letzten zwanzig Jahre im Mittel um etwa drei Prozent jährlich gestiegen, mit erheblichen Ausschlägen. Drei Prozent sind eine vorsichtige Annahme; rechnen Sie zur Kontrolle auch mit null Prozent.

Kapitalwert oder interne Rendite — worauf soll ich schauen?

Auf den Kapitalwert, wenn Sie wissen wollen, wie viel Geld die Investition Ihnen unterm Strich bringt. Auf die interne Rendite, wenn Sie sie mit anderen Anlageformen vergleichen wollen.

Muss ich die Degradation berücksichtigen?

Bei Solarmodulen ja, sie ist mit 0,4 bis 0,5 Prozent pro Jahr aber gering und über 20 Jahre etwa so groß wie zwei Jahre Strompreissteigerung. Bei Speichern ist der Kapazitätsverlust deutlich relevanter.

Alle Ergebnisse sind Modellrechnungen auf Basis Ihrer Eingaben und statistischer Referenzdaten. Sie ersetzen keine individuelle Fachplanung.