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Mobilität

Was kostet Ihr Strom pro 100 Kilometer?

Die Kosten eines Elektroautos hängen weniger am Verbrauch als daran, wo geladen wird. Zwischen eigener Wallbox mit Solarstrom und Schnellladen an der Autobahn liegt leicht der Faktor fünf.

Wie wir rechnen

Rechenmodell

  1. 01

    Aus Fahrleistung und Verbrauch folgt der Energiebedarf am Rad; Ladeverluste werden je Ladeart getrennt aufgeschlagen.

  2. 02

    Die Ladeanteile werden gewichtet und mit den jeweiligen Arbeitspreisen bewertet.

  3. 03

    Solarstrom aus der eigenen Anlage wird nicht mit dem Netzpreis, sondern mit den Stromgestehungskosten bewertet.

  4. 04

    Der Verbrennervergleich rechnet Kraftstoffverbrauch und Preis auf dieselbe Fahrleistung um.

Gut zu wissen

  • AC-Laden verliert rund 10 bis 15 Prozent zwischen Zähler und Batterie, DC-Laden etwa 5 bis 8 Prozent.
  • Im Winter steigt der Verbrauch typischerweise um 20 bis 30 Prozent — bei überwiegend Kurzstrecke auch mehr.
  • Die THG-Quote bringt weiterhin eine jährliche Prämie für zugelassene Elektrofahrzeuge, ist aber stark im Preis gefallen.

Recht & Förderung

Was in Deutschland gilt

Die Rechtslage bestimmt, mit welchen Grenzwerten und Vergütungen dieser Rechner arbeitet.

Bidirektionales Laden: nicht verboten, aber noch mühsam

Strom aus dem E-Auto zurück ins Haus zu speisen ist in Deutschland nicht untersagt. Es scheitert bislang an Zertifizierung, Messkonzept und der Abgabenfrage.

Das ist der am häufigsten falsch wiedergegebene Punkt in diesem Bereich. Verboten ist es nicht — es ist regulatorisch unfertig, und der Stand ändert sich derzeit schnell.

Details einblenden

Eine bidirektionale Wallbox speist ins Hausnetz zurück und gilt damit als Erzeugungsanlage. Sie muss nach VDE-AR-N 4105 zertifiziert und beim Netzbetreiber angemeldet werden. Zertifizierte Kombinationen aus Fahrzeug und Wallbox gab es lange schlicht nicht.

Zweiter Punkt ist die Messung: Für Vehicle-to-Home braucht es ein Messkonzept, das entnommenen von zurückgespeistem Strom trennt, sonst droht die doppelte Belastung derselben Kilowattstunde mit Netzentgelten, Umlagen und Steuern.

Drittens greift § 14a EnWG: Wallboxen über 4,2 kW sind steuerbare Verbrauchseinrichtungen und erhalten dafür reduzierte Netzentgelte, dürfen im Gegenzug aber vom Netzbetreiber gedimmt werden.

Für die Rechner auf dieser Seite heißt das: Wir bilden Vehicle-to-Home bewusst nicht als Ertragsposten ab. Wer damit kalkuliert, sollte die Zertifizierung seiner konkreten Fahrzeug-Wallbox-Kombination vorher schriftlich bestätigt bekommen.

Diese Zusammenstellung ist eine Orientierung, keine Rechtsberatung. Regelungen in diesem Bereich ändern sich mehrmals jährlich — prüfen Sie vor einer Investition die verlinkte Primärquelle oder fragen Sie einen Fachbetrieb.

Häufige Fragen

Kurz beantwortet.

Warum rechnen Sie Solarstrom nicht mit null Cent?

Weil jede selbst geladene Kilowattstunde eine Alternative hat: Sie hätte eingespeist oder anderswo im Haushalt verbraucht werden können. Angesetzt wird deshalb der entgangene Nutzen — bei Volleinspeisung die Vergütung, sonst die Gestehungskosten.

Lohnt sich eine eigene Wallbox?

Bei mehr als etwa 8.000 Kilometern im Jahr fast immer. Die Preisdifferenz zwischen Haushaltsstrom und öffentlichem AC-Laden liegt bei 15 bis 20 Cent je Kilowattstunde — das amortisiert eine Wallbox meist in zwei bis vier Jahren.

Ist ein E-Auto günstiger als ein Verbrenner?

In den Energiekosten fast immer, sofern überwiegend zu Hause geladen wird. Bei ausschließlichem Schnellladen kann ein sparsamer Diesel gleichauf oder günstiger liegen. Der Rechner zeigt beide Fälle nebeneinander.

Alle Ergebnisse sind Modellrechnungen auf Basis Ihrer Eingaben und statistischer Referenzdaten. Sie ersetzen keine individuelle Fachplanung.