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Solar & Speicher

Wie viel Speicher brauchen Sie wirklich?

Jede zusätzliche Kilowattstunde Speicher bringt weniger als die vorige. Dieser Rechner zeichnet die Sättigungskurve für Ihre Anlage und markiert den Punkt, ab dem sich weiterer Speicher nicht mehr rechnet.

Wie wir rechnen

Rechenmodell

  1. 01

    Für jeden Monat wird ein typischer Tagesgang aus Erzeugung und Last gebildet und stündlich durchsimuliert.

  2. 02

    Überschuss lädt den Speicher bis zur nutzbaren Kapazität, Unterdeckung entlädt ihn — mit Round-Trip-Wirkungsgrad und Entladetiefe.

  3. 03

    Der Rechner wiederholt diese Simulation für jede Speichergröße und zeichnet daraus die Autarkiekurve.

  4. 04

    Die Wirtschaftlichkeit ergibt sich aus den Speicherkosten je gespeicherter Kilowattstunde über die Zyklenlebensdauer.

Gut zu wissen

  • Faustregel für die Praxis: etwa 1 kWh nutzbare Kapazität je 1.000 kWh Jahresverbrauch, gedeckelt auf die Anlagengröße in kWp.
  • Nutzbare Kapazität ist nicht Nennkapazität — je nach System liegen 5 bis 20 Prozent Reserve dazwischen.
  • Ein Speicher erhöht die Autarkie, senkt aber die Rendite pro investiertem Euro gegenüber der reinen PV-Anlage.

Recht & Förderung

Was in Deutschland gilt

Die Rechtslage bestimmt, mit welchen Grenzwerten und Vergütungen dieser Rechner arbeitet.

Einspeisevergütung ist gesetzlich garantiert

Für Überschusseinspeisung aus Anlagen bis 10 kWp gilt ein gesetzlich festgelegter Satz, garantiert für 20 Jahre plus das Inbetriebnahmejahr.

Überschuss bis 10 kWp
rund 7,9 ct/kWh
Garantiedauer
20 Jahre + Inbetriebnahmejahr
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Der Satz sinkt halbjährlich für Neuanlagen; einmal festgelegt bleibt er für die gesamte Laufzeit unverändert. Für Volleinspeisung gelten höhere Sätze, die sich aber mit hohem Eigenverbrauch selten rechnen.

Bei negativen Börsenpreisen über längere Zeiträume entfällt für neuere Anlagen die Vergütung stundenweise. Das betrifft bislang wenige Prozent der Jahresarbeit.

Bidirektionales Laden: nicht verboten, aber noch mühsam

Strom aus dem E-Auto zurück ins Haus zu speisen ist in Deutschland nicht untersagt. Es scheitert bislang an Zertifizierung, Messkonzept und der Abgabenfrage.

Das ist der am häufigsten falsch wiedergegebene Punkt in diesem Bereich. Verboten ist es nicht — es ist regulatorisch unfertig, und der Stand ändert sich derzeit schnell.

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Eine bidirektionale Wallbox speist ins Hausnetz zurück und gilt damit als Erzeugungsanlage. Sie muss nach VDE-AR-N 4105 zertifiziert und beim Netzbetreiber angemeldet werden. Zertifizierte Kombinationen aus Fahrzeug und Wallbox gab es lange schlicht nicht.

Zweiter Punkt ist die Messung: Für Vehicle-to-Home braucht es ein Messkonzept, das entnommenen von zurückgespeistem Strom trennt, sonst droht die doppelte Belastung derselben Kilowattstunde mit Netzentgelten, Umlagen und Steuern.

Drittens greift § 14a EnWG: Wallboxen über 4,2 kW sind steuerbare Verbrauchseinrichtungen und erhalten dafür reduzierte Netzentgelte, dürfen im Gegenzug aber vom Netzbetreiber gedimmt werden.

Für die Rechner auf dieser Seite heißt das: Wir bilden Vehicle-to-Home bewusst nicht als Ertragsposten ab. Wer damit kalkuliert, sollte die Zertifizierung seiner konkreten Fahrzeug-Wallbox-Kombination vorher schriftlich bestätigt bekommen.

Diese Zusammenstellung ist eine Orientierung, keine Rechtsberatung. Regelungen in diesem Bereich ändern sich mehrmals jährlich — prüfen Sie vor einer Investition die verlinkte Primärquelle oder fragen Sie einen Fachbetrieb.

Häufige Fragen

Kurz beantwortet.

Warum steigt die Autarkie nicht linear mit der Speichergröße?

Ein Speicher kann nur den Überschuss eines Tages in die Nacht verschieben. Ist er groß genug für die durchschnittliche Nacht, bringt zusätzliche Kapazität nur noch an wenigen besonders sonnigen Tagen etwas. Die Kurve läuft deshalb in eine Sättigung.

Kann ich mit einem Speicher autark werden?

Im Jahresmittel nicht. Der Winterbedarf lässt sich mit haushaltsüblichen Speichern nicht decken, weil im Dezember nur etwa ein Zehntel des Juni-Ertrags anfällt. Realistisch sind 55 bis 80 Prozent Autarkie über das Jahr.

Was kostet mich eine gespeicherte Kilowattstunde?

Speicherpreis geteilt durch die Anzahl der Zyklen mal nutzbarer Kapazität mal Wirkungsgrad. Der Rechner weist diesen Wert direkt aus — liegt er unter Ihrem Strompreis, lohnt der Speicher.

Alle Ergebnisse sind Modellrechnungen auf Basis Ihrer Eingaben und statistischer Referenzdaten. Sie ersetzen keine individuelle Fachplanung.