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Kosten & Bilanz

Wann hat sich Ihre Investition bezahlt?

Amortisation ist mehr als Investition geteilt durch Ersparnis. Steigende Strompreise verkürzen sie, Degradation und Betriebskosten verlängern sie. Dieser Rechner bildet beides über die gesamte Laufzeit ab.

Wie wir rechnen

Rechenmodell

  1. 01

    Für jedes Jahr wird die Ersparnis mit der Preissteigerung hoch- und mit der Degradation heruntergerechnet, abzüglich Betriebskosten.

  2. 02

    Der Break-even ist das Jahr, in dem der kumulierte Cashflow erstmals die Investition übersteigt — taggenau interpoliert.

  3. 03

    Der Kapitalwert diskontiert alle künftigen Zahlungen auf heute, mit Ihrem Kalkulationszins als Alternativrendite.

  4. 04

    Der interne Zinsfuß wird numerisch als jene Verzinsung bestimmt, bei der der Kapitalwert null wird.

Gut zu wissen

  • Der Kalkulationszins sollte der Rendite entsprechen, die Ihnen entgeht — bei Eigenkapital das Tagesgeld, bei Fremdkapital der Kreditzins.
  • Ein positiver Kapitalwert bedeutet: Die Investition schlägt Ihre Alternativanlage.
  • Die Amortisationsdauer allein ist ein schwaches Kriterium, weil sie alles nach dem Break-even ignoriert.

Recht & Förderung

Was in der Schweiz gilt

Die Rechtslage bestimmt, mit welchen Grenzwerten und Vergütungen dieser Rechner arbeitet.

Rückliefervergütung: jeder Netzbetreiber entscheidet selbst

Es gibt keinen nationalen Tarif. Was Sie für eingespeisten Strom erhalten, legt Ihr lokales Elektrizitätswerk fest — die Spanne im Land beträgt mehr als das Dreifache.

Typische Spanne
4–16 Rp./kWh
Festlegung
durch rund 600 Netzbetreiber
Nationaler Einheitstarif
existiert nicht

Das ist die folgenreichste Zahl der ganzen Rechnung und zugleich die, die kein Rechner für Sie kennen kann. Schlagen Sie den Tarif Ihres Werks nach, bevor Sie eine Anlage bestellen.

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Zwei Nachbargemeinden können sich um zehn Rappen je Kilowattstunde unterscheiden. Bei einer typischen Anlage mit 4.000 kWh Überschuss sind das 400 Franken im Jahr — über zwanzig Jahre mehr als der Preis des Speichers.

Seit der Revision des Energiegesetzes gilt ein Mindestpreis, der sich an den vermiedenen Kosten orientiert; er beseitigt die Spanne aber nicht, sondern begrenzt sie nur nach unten.

Praktisch heisst das: In Gemeinden mit hoher Vergütung lohnt sich eine grosse Anlage, in Gemeinden mit niedriger Vergütung zählt fast nur der Eigenverbrauch — und damit rücken Speicher und Lastverschiebung nach vorn.

Einmalvergütung statt laufender Förderung

Die Schweiz fördert Photovoltaik mit einem einmaligen Investitionsbeitrag, nicht mit einer laufenden Einspeisevergütung.

Grundbeitrag
pauschal je Anlage
Leistungsbeitrag
je kWp, degressiv
Abwicklung
Pronovo AG
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Die Einmalvergütung deckt typischerweise einen namhaften Anteil der Investition und wird nach Inbetriebnahme ausbezahlt. Anders als das deutsche EEG erzeugt sie keine laufenden Einnahmen — die Wirtschaftlichkeit hängt danach vollständig an Eigenverbrauch und lokaler Rückliefervergütung.

Anlagen ohne oder mit geringem Eigenverbrauch können über die Hohe Einmalvergütung gefördert werden, die den geringeren Eigenverbrauchsnutzen ausgleicht.

Viele Kantone und Gemeinden legen eigene Beiträge obendrauf.

Diese Zusammenstellung ist eine Orientierung, keine Rechtsberatung. Regelungen in diesem Bereich ändern sich mehrmals jährlich — prüfen Sie vor einer Investition die verlinkte Primärquelle oder fragen Sie einen Fachbetrieb.

Häufige Fragen

Kurz beantwortet.

Welche Strompreissteigerung ist realistisch?

Der Haushaltsstrompreis in Deutschland ist über die letzten zwanzig Jahre im Mittel um etwa drei Prozent jährlich gestiegen, mit erheblichen Ausschlägen. Drei Prozent sind eine vorsichtige Annahme; rechnen Sie zur Kontrolle auch mit null Prozent.

Kapitalwert oder interne Rendite — worauf soll ich schauen?

Auf den Kapitalwert, wenn Sie wissen wollen, wie viel Geld die Investition Ihnen unterm Strich bringt. Auf die interne Rendite, wenn Sie sie mit anderen Anlageformen vergleichen wollen.

Muss ich die Degradation berücksichtigen?

Bei Solarmodulen ja, sie ist mit 0,4 bis 0,5 Prozent pro Jahr aber gering und über 20 Jahre etwa so groß wie zwei Jahre Strompreissteigerung. Bei Speichern ist der Kapazitätsverlust deutlich relevanter.

Alle Ergebnisse sind Modellrechnungen auf Basis Ihrer Eingaben und statistischer Referenzdaten. Sie ersetzen keine individuelle Fachplanung.