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Solar & Speicher

Die Dachanlage, vollständig durchgerechnet.

Eine Dachanlage ist eine Investition über 25 Jahre. Dieser Rechner bilanziert sie wie ein Anlageprojekt: Energieflüsse, Erlöse, Kosten und Rendite — mit Speicher, Wärmepumpe und E-Auto als optionale Verbraucher.

Wie wir rechnen

Rechenmodell

  1. 01

    Ertragsberechnung wie beim Balkonkraftwerk, jedoch mit Verlustannahmen für Strangwechselrichter und längere DC-Leitungen.

  2. 02

    Der Eigenverbrauch wird stündlich simuliert; Speicher, Wärmepumpe und E-Auto verschieben Last in die Erzeugungsstunden.

  3. 03

    Erlöse setzen sich aus vermiedenem Netzbezug und der Einspeisevergütung nach EEG zusammen.

  4. 04

    Die Wirtschaftlichkeit wird als Kapitalwert und interner Zinsfuß über die Betriebsdauer ausgewiesen.

Gut zu wissen

  • Für Anlagen bis 30 kWp auf Wohngebäuden entfällt die Umsatzsteuer auf Lieferung und Installation (Nullsteuersatz).
  • Einnahmen aus Anlagen bis 30 kWp sind einkommensteuerfrei.
  • Die Einspeisevergütung ist ab Inbetriebnahme für 20 Jahre plus das Inbetriebnahmejahr garantiert.

Recht & Förderung

Was in der Schweiz gilt

Die Rechtslage bestimmt, mit welchen Grenzwerten und Vergütungen dieser Rechner arbeitet.

Rückliefervergütung: jeder Netzbetreiber entscheidet selbst

Es gibt keinen nationalen Tarif. Was Sie für eingespeisten Strom erhalten, legt Ihr lokales Elektrizitätswerk fest — die Spanne im Land beträgt mehr als das Dreifache.

Typische Spanne
4–16 Rp./kWh
Festlegung
durch rund 600 Netzbetreiber
Nationaler Einheitstarif
existiert nicht

Das ist die folgenreichste Zahl der ganzen Rechnung und zugleich die, die kein Rechner für Sie kennen kann. Schlagen Sie den Tarif Ihres Werks nach, bevor Sie eine Anlage bestellen.

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Zwei Nachbargemeinden können sich um zehn Rappen je Kilowattstunde unterscheiden. Bei einer typischen Anlage mit 4.000 kWh Überschuss sind das 400 Franken im Jahr — über zwanzig Jahre mehr als der Preis des Speichers.

Seit der Revision des Energiegesetzes gilt ein Mindestpreis, der sich an den vermiedenen Kosten orientiert; er beseitigt die Spanne aber nicht, sondern begrenzt sie nur nach unten.

Praktisch heisst das: In Gemeinden mit hoher Vergütung lohnt sich eine grosse Anlage, in Gemeinden mit niedriger Vergütung zählt fast nur der Eigenverbrauch — und damit rücken Speicher und Lastverschiebung nach vorn.

Einmalvergütung statt laufender Förderung

Die Schweiz fördert Photovoltaik mit einem einmaligen Investitionsbeitrag, nicht mit einer laufenden Einspeisevergütung.

Grundbeitrag
pauschal je Anlage
Leistungsbeitrag
je kWp, degressiv
Abwicklung
Pronovo AG
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Die Einmalvergütung deckt typischerweise einen namhaften Anteil der Investition und wird nach Inbetriebnahme ausbezahlt. Anders als das deutsche EEG erzeugt sie keine laufenden Einnahmen — die Wirtschaftlichkeit hängt danach vollständig an Eigenverbrauch und lokaler Rückliefervergütung.

Anlagen ohne oder mit geringem Eigenverbrauch können über die Hohe Einmalvergütung gefördert werden, die den geringeren Eigenverbrauchsnutzen ausgleicht.

Viele Kantone und Gemeinden legen eigene Beiträge obendrauf.

Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV)

Mehrere Parteien auf einem oder benachbarten Grundstücken dürfen sich zusammenschliessen und den Solarstrom intern verrechnen.

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Für Mehrfamilienhäuser ist das der zentrale Hebel: Statt Überschuss zur niedrigen Rückliefervergütung abzugeben, verkauft die Eigentümerschaft ihn an die Mietparteien — zu einem Preis, der unter dem Netztarif liegen muss, aber deutlich über der Rückliefervergütung liegen darf.

Der Zusammenschluss braucht ein internes Messkonzept und eine Vereinbarung mit den Mietparteien; gegenüber dem Netzbetreiber tritt er als ein einziger Kunde auf.

Diese Zusammenstellung ist eine Orientierung, keine Rechtsberatung. Regelungen in diesem Bereich ändern sich mehrmals jährlich — prüfen Sie vor einer Investition die verlinkte Primärquelle oder fragen Sie einen Fachbetrieb.

Häufige Fragen

Kurz beantwortet.

Wie groß sollte die Anlage sein?

Als Faustregel gilt: so groß wie die nutzbare Dachfläche zulässt. Da die Einspeisevergütung über der Grenzkostenschwelle liegt und die Modulkosten je kWp mit der Anlagengröße sinken, ist eine größere Anlage fast immer wirtschaftlicher als eine knapp auf den Eigenverbrauch dimensionierte.

Rechnet sich ein Speicher?

Das hängt am Speicherpreis je Kilowattstunde Kapazität und an Ihrem Verbrauch. Unterhalb von etwa 600 €/kWh wird es in den meisten Haushalten wirtschaftlich. Der Speicher-Rechner zeigt Ihnen die Grenze für Ihren Fall.

Was ist der Unterschied zwischen Eigenverbrauchsquote und Autarkiegrad?

Die Eigenverbrauchsquote sagt, welcher Anteil Ihrer Erzeugung im Haus bleibt. Der Autarkiegrad sagt, welcher Anteil Ihres Verbrauchs aus der eigenen Anlage kommt. Eine große Anlage hat eine niedrige Eigenverbrauchsquote, aber einen hohen Autarkiegrad.

Alle Ergebnisse sind Modellrechnungen auf Basis Ihrer Eingaben und statistischer Referenzdaten. Sie ersetzen keine individuelle Fachplanung.