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Solar & Speicher

Wie viel Speicher brauchen Sie wirklich?

Jede zusätzliche Kilowattstunde Speicher bringt weniger als die vorige. Dieser Rechner zeichnet die Sättigungskurve für Ihre Anlage und markiert den Punkt, ab dem sich weiterer Speicher nicht mehr rechnet.

Wie wir rechnen

Rechenmodell

  1. 01

    Für jeden Monat wird ein typischer Tagesgang aus Erzeugung und Last gebildet und stündlich durchsimuliert.

  2. 02

    Überschuss lädt den Speicher bis zur nutzbaren Kapazität, Unterdeckung entlädt ihn — mit Round-Trip-Wirkungsgrad und Entladetiefe.

  3. 03

    Der Rechner wiederholt diese Simulation für jede Speichergröße und zeichnet daraus die Autarkiekurve.

  4. 04

    Die Wirtschaftlichkeit ergibt sich aus den Speicherkosten je gespeicherter Kilowattstunde über die Zyklenlebensdauer.

Gut zu wissen

  • Faustregel für die Praxis: etwa 1 kWh nutzbare Kapazität je 1.000 kWh Jahresverbrauch, gedeckelt auf die Anlagengröße in kWp.
  • Nutzbare Kapazität ist nicht Nennkapazität — je nach System liegen 5 bis 20 Prozent Reserve dazwischen.
  • Ein Speicher erhöht die Autarkie, senkt aber die Rendite pro investiertem Euro gegenüber der reinen PV-Anlage.

Recht & Förderung

Was in der Schweiz gilt

Die Rechtslage bestimmt, mit welchen Grenzwerten und Vergütungen dieser Rechner arbeitet.

Rückliefervergütung: jeder Netzbetreiber entscheidet selbst

Es gibt keinen nationalen Tarif. Was Sie für eingespeisten Strom erhalten, legt Ihr lokales Elektrizitätswerk fest — die Spanne im Land beträgt mehr als das Dreifache.

Typische Spanne
4–16 Rp./kWh
Festlegung
durch rund 600 Netzbetreiber
Nationaler Einheitstarif
existiert nicht

Das ist die folgenreichste Zahl der ganzen Rechnung und zugleich die, die kein Rechner für Sie kennen kann. Schlagen Sie den Tarif Ihres Werks nach, bevor Sie eine Anlage bestellen.

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Zwei Nachbargemeinden können sich um zehn Rappen je Kilowattstunde unterscheiden. Bei einer typischen Anlage mit 4.000 kWh Überschuss sind das 400 Franken im Jahr — über zwanzig Jahre mehr als der Preis des Speichers.

Seit der Revision des Energiegesetzes gilt ein Mindestpreis, der sich an den vermiedenen Kosten orientiert; er beseitigt die Spanne aber nicht, sondern begrenzt sie nur nach unten.

Praktisch heisst das: In Gemeinden mit hoher Vergütung lohnt sich eine grosse Anlage, in Gemeinden mit niedriger Vergütung zählt fast nur der Eigenverbrauch — und damit rücken Speicher und Lastverschiebung nach vorn.

Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV)

Mehrere Parteien auf einem oder benachbarten Grundstücken dürfen sich zusammenschliessen und den Solarstrom intern verrechnen.

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Für Mehrfamilienhäuser ist das der zentrale Hebel: Statt Überschuss zur niedrigen Rückliefervergütung abzugeben, verkauft die Eigentümerschaft ihn an die Mietparteien — zu einem Preis, der unter dem Netztarif liegen muss, aber deutlich über der Rückliefervergütung liegen darf.

Der Zusammenschluss braucht ein internes Messkonzept und eine Vereinbarung mit den Mietparteien; gegenüber dem Netzbetreiber tritt er als ein einziger Kunde auf.

Diese Zusammenstellung ist eine Orientierung, keine Rechtsberatung. Regelungen in diesem Bereich ändern sich mehrmals jährlich — prüfen Sie vor einer Investition die verlinkte Primärquelle oder fragen Sie einen Fachbetrieb.

Häufige Fragen

Kurz beantwortet.

Warum steigt die Autarkie nicht linear mit der Speichergröße?

Ein Speicher kann nur den Überschuss eines Tages in die Nacht verschieben. Ist er groß genug für die durchschnittliche Nacht, bringt zusätzliche Kapazität nur noch an wenigen besonders sonnigen Tagen etwas. Die Kurve läuft deshalb in eine Sättigung.

Kann ich mit einem Speicher autark werden?

Im Jahresmittel nicht. Der Winterbedarf lässt sich mit haushaltsüblichen Speichern nicht decken, weil im Dezember nur etwa ein Zehntel des Juni-Ertrags anfällt. Realistisch sind 55 bis 80 Prozent Autarkie über das Jahr.

Was kostet mich eine gespeicherte Kilowattstunde?

Speicherpreis geteilt durch die Anzahl der Zyklen mal nutzbarer Kapazität mal Wirkungsgrad. Der Rechner weist diesen Wert direkt aus — liegt er unter Ihrem Strompreis, lohnt der Speicher.

Alle Ergebnisse sind Modellrechnungen auf Basis Ihrer Eingaben und statistischer Referenzdaten. Sie ersetzen keine individuelle Fachplanung.