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Solar & Speicher

Was bringt ein Balkonkraftwerk bei Ihnen?

Ein Steckersolargerät spart nur das Geld, das es tatsächlich in Ihrem Haushalt verbraucht. Dieser Rechner simuliert deshalb nicht nur die Erzeugung, sondern auch, wie viel davon bei Ihrem Verbrauchsverhalten wirklich ankommt.

Wie wir rechnen

Rechenmodell

  1. 01

    Ihre Postleitzahl wird auf eine Einstrahlungsregion mit gemessener Jahressumme der Globalstrahlung abgebildet.

  2. 02

    Aus Ausrichtung und Neigung folgt über eine Einstrahlungsmatrix der Ertragsfaktor in der Modulebene.

  3. 03

    Systemverluste (Temperatur, Leitung, Verschmutzung, Wechselrichter) werden über einen Performance-Faktor bilanziert; die 800-W-Begrenzung wird als Abregelungsverlust separat berechnet.

  4. 04

    Erzeugung und Ihr Lastprofil werden stündlich überlagert — nur die Schnittmenge zählt als Eigenverbrauch.

Gut zu wissen

  • Seit dem Solarpaket I sind 800 W Wechselrichterleistung und bis zu 2.000 Wp Modulleistung zulässig.
  • Die Anmeldung erfolgt vereinfacht im Marktstammdatenregister; eine separate Anmeldung beim Netzbetreiber ist nicht mehr nötig.
  • Überschuss wird bei Steckersolargeräten üblicherweise nicht vergütet — er fließt unentgeltlich ins Netz.

Recht & Förderung

Was in der Schweiz gilt

Die Rechtslage bestimmt, mit welchen Grenzwerten und Vergütungen dieser Rechner arbeitet.

600 Watt, Meldepflicht und die Steckerfrage

Steckerfertige Solaranlagen bis 600 W sind zulässig, müssen aber dem lokalen Netzbetreiber gemeldet werden.

Wechselrichter
max. 600 W AC
Meldung Netzbetreiber
erforderlich
Steckertyp
T13 / T23, kein Schuko
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Die Schweiz hat die Grenze nicht auf 800 W angehoben; massgeblich bleiben 600 W Wechselrichterleistung. Wer aus Deutschland ein 800-W-Gerät importiert, muss es entsprechend drosseln.

Der Anschluss erfolgt über einen schweizerischen Stecker T13 oder T23. Deutsche Schuko-Stecker passen nicht in Schweizer Steckdosen; ein blosser Adapter ist keine saubere Lösung.

Die Meldung an den Netzbetreiber ist obligatorisch und in der Regel kostenlos. Manche Werke verlangen zusätzlich die Ausführung durch eine kontrollberechtigte Person.

Rückliefervergütung: jeder Netzbetreiber entscheidet selbst

Es gibt keinen nationalen Tarif. Was Sie für eingespeisten Strom erhalten, legt Ihr lokales Elektrizitätswerk fest — die Spanne im Land beträgt mehr als das Dreifache.

Typische Spanne
4–16 Rp./kWh
Festlegung
durch rund 600 Netzbetreiber
Nationaler Einheitstarif
existiert nicht

Das ist die folgenreichste Zahl der ganzen Rechnung und zugleich die, die kein Rechner für Sie kennen kann. Schlagen Sie den Tarif Ihres Werks nach, bevor Sie eine Anlage bestellen.

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Zwei Nachbargemeinden können sich um zehn Rappen je Kilowattstunde unterscheiden. Bei einer typischen Anlage mit 4.000 kWh Überschuss sind das 400 Franken im Jahr — über zwanzig Jahre mehr als der Preis des Speichers.

Seit der Revision des Energiegesetzes gilt ein Mindestpreis, der sich an den vermiedenen Kosten orientiert; er beseitigt die Spanne aber nicht, sondern begrenzt sie nur nach unten.

Praktisch heisst das: In Gemeinden mit hoher Vergütung lohnt sich eine grosse Anlage, in Gemeinden mit niedriger Vergütung zählt fast nur der Eigenverbrauch — und damit rücken Speicher und Lastverschiebung nach vorn.

Diese Zusammenstellung ist eine Orientierung, keine Rechtsberatung. Regelungen in diesem Bereich ändern sich mehrmals jährlich — prüfen Sie vor einer Investition die verlinkte Primärquelle oder fragen Sie einen Fachbetrieb.

Häufige Fragen

Kurz beantwortet.

Lohnt sich ein zweites Modul, wenn der Wechselrichter bei 800 W begrenzt ist?

Meistens ja. Die Nennleistung wird nur an wenigen Stunden im Jahr erreicht. Ein Überbau auf etwa 1.000 bis 1.200 Wp kostet nur wenige Prozent Abregelungsverlust, hebt aber den Ertrag an trüben Tagen und in den Morgen- und Abendstunden deutlich.

Süd oder Ost/West — was ist besser?

Für den reinen Jahresertrag gewinnt Süd. Für die Ersparnis gewinnt oft Ost oder West, weil die Erzeugung dann breiter über den Tag verteilt ist und besser zum Verbrauch am Morgen und Abend passt. Der Rechner zeigt beide Größen getrennt.

Warum ist mein Ertrag am senkrechten Balkongeländer niedriger?

Bei 90° Neigung trifft die Sommersonne sehr flach auf das Modul. Über das Jahr kostet das gegenüber der optimalen Aufständerung rund 25 bis 30 Prozent. Im Winter ist die senkrechte Montage dagegen sogar im Vorteil.

Alle Ergebnisse sind Modellrechnungen auf Basis Ihrer Eingaben und statistischer Referenzdaten. Sie ersetzen keine individuelle Fachplanung.