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Kosten & Bilanz

Wann hat sich Ihre Investition bezahlt?

Amortisation ist mehr als Investition geteilt durch Ersparnis. Steigende Strompreise verkürzen sie, Degradation und Betriebskosten verlängern sie. Dieser Rechner bildet beides über die gesamte Laufzeit ab.

Wie wir rechnen

Rechenmodell

  1. 01

    Für jedes Jahr wird die Ersparnis mit der Preissteigerung hoch- und mit der Degradation heruntergerechnet, abzüglich Betriebskosten.

  2. 02

    Der Break-even ist das Jahr, in dem der kumulierte Cashflow erstmals die Investition übersteigt — taggenau interpoliert.

  3. 03

    Der Kapitalwert diskontiert alle künftigen Zahlungen auf heute, mit Ihrem Kalkulationszins als Alternativrendite.

  4. 04

    Der interne Zinsfuß wird numerisch als jene Verzinsung bestimmt, bei der der Kapitalwert null wird.

Gut zu wissen

  • Der Kalkulationszins sollte der Rendite entsprechen, die Ihnen entgeht — bei Eigenkapital das Tagesgeld, bei Fremdkapital der Kreditzins.
  • Ein positiver Kapitalwert bedeutet: Die Investition schlägt Ihre Alternativanlage.
  • Die Amortisationsdauer allein ist ein schwaches Kriterium, weil sie alles nach dem Break-even ignoriert.

Recht & Förderung

Was in Österreich gilt

Die Rechtslage bestimmt, mit welchen Grenzwerten und Vergütungen dieser Rechner arbeitet.

Keine garantierte Einspeisevergütung — der Preis ist Verhandlungssache

Österreich kennt kein Pendant zur deutschen EEG-Vergütung. Was Sie für Überschussstrom bekommen, legt Ihr Stromlieferant fest.

Typische Spanne
3–11 ct/kWh
Garantie
keine gesetzliche

Das ist der größte wirtschaftliche Unterschied zu Deutschland. Der Rechner arbeitet mit einem Mittelwert — holen Sie ein konkretes Angebot ein, bevor Sie damit kalkulieren.

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Die Vergütung folgt in der Regel dem Börsenpreis, teils mit Abschlag, teils als Fixpreis über ein oder zwei Jahre. Sie kann sich nach Vertragsende deutlich ändern — nach oben wie nach unten.

Für die Wirtschaftlichkeit heißt das: Eigenverbrauch zählt in Österreich noch mehr als in Deutschland. Eine Anlage knapp auf den Eigenbedarf zu dimensionieren ist hier eher vertretbar als dort.

Über die Marktprämie der OeMAG gibt es für größere Anlagen einen geförderten Weg, der aber an Ausschreibungen gebunden ist und für Haushaltsanlagen selten relevant ist.

Nullsteuersatz für Anlagen bis 35 kWp

Für Lieferung und Installation von Photovoltaikanlagen bis 35 kWp fällt keine Umsatzsteuer an.

Umsatzsteuer
0 % bis 35 kWp

Die Regelung wurde befristet eingeführt und mehrfach angepasst. Prüfen Sie vor Auftragsvergabe den aktuellen Geltungszeitraum.

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Die Grenze liegt höher als in Deutschland. Der Nullsteuersatz erspart die frühere Konstruktion über die Regelbesteuerung mit Vorsteuerabzug und anschließender Kleinunternehmerregelung.

Die Befreiung gilt für Anlagen auf oder in der Nähe von Wohngebäuden sowie auf Gebäuden, die dem öffentlichen Wohl dienen.

Bundesförderung plus Landesförderung

Heizungstausch und Photovoltaik werden auf Bundesebene gefördert; die Bundesländer legen eigene Programme obendrauf.

Förderhöhen und Antragsfenster ändern sich in Österreich häufiger als in Deutschland und sind teils budgetabhängig.

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Für den Umstieg von einer fossilen Heizung auf eine Wärmepumpe gibt es einen Bundeszuschuss, der für einkommensschwächere Haushalte bis nahe an die Vollfinanzierung reichen kann. Die Länder ergänzen mit eigenen Töpfen, deren Höhe und Bedingungen erheblich schwanken.

Weil sich Bundes- und Landesförderung addieren, aber jeweils eigene Fristen und Deckel haben, lohnt es sich, beide Anträge vor Auftragsvergabe zu prüfen.

Diese Zusammenstellung ist eine Orientierung, keine Rechtsberatung. Regelungen in diesem Bereich ändern sich mehrmals jährlich — prüfen Sie vor einer Investition die verlinkte Primärquelle oder fragen Sie einen Fachbetrieb.

Häufige Fragen

Kurz beantwortet.

Welche Strompreissteigerung ist realistisch?

Der Haushaltsstrompreis in Deutschland ist über die letzten zwanzig Jahre im Mittel um etwa drei Prozent jährlich gestiegen, mit erheblichen Ausschlägen. Drei Prozent sind eine vorsichtige Annahme; rechnen Sie zur Kontrolle auch mit null Prozent.

Kapitalwert oder interne Rendite — worauf soll ich schauen?

Auf den Kapitalwert, wenn Sie wissen wollen, wie viel Geld die Investition Ihnen unterm Strich bringt. Auf die interne Rendite, wenn Sie sie mit anderen Anlageformen vergleichen wollen.

Muss ich die Degradation berücksichtigen?

Bei Solarmodulen ja, sie ist mit 0,4 bis 0,5 Prozent pro Jahr aber gering und über 20 Jahre etwa so groß wie zwei Jahre Strompreissteigerung. Bei Speichern ist der Kapazitätsverlust deutlich relevanter.

Alle Ergebnisse sind Modellrechnungen auf Basis Ihrer Eingaben und statistischer Referenzdaten. Sie ersetzen keine individuelle Fachplanung.