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Solar & Speicher

Die Dachanlage, vollständig durchgerechnet.

Eine Dachanlage ist eine Investition über 25 Jahre. Dieser Rechner bilanziert sie wie ein Anlageprojekt: Energieflüsse, Erlöse, Kosten und Rendite — mit Speicher, Wärmepumpe und E-Auto als optionale Verbraucher.

Wie wir rechnen

Rechenmodell

  1. 01

    Ertragsberechnung wie beim Balkonkraftwerk, jedoch mit Verlustannahmen für Strangwechselrichter und längere DC-Leitungen.

  2. 02

    Der Eigenverbrauch wird stündlich simuliert; Speicher, Wärmepumpe und E-Auto verschieben Last in die Erzeugungsstunden.

  3. 03

    Erlöse setzen sich aus vermiedenem Netzbezug und der Einspeisevergütung nach EEG zusammen.

  4. 04

    Die Wirtschaftlichkeit wird als Kapitalwert und interner Zinsfuß über die Betriebsdauer ausgewiesen.

Gut zu wissen

  • Für Anlagen bis 30 kWp auf Wohngebäuden entfällt die Umsatzsteuer auf Lieferung und Installation (Nullsteuersatz).
  • Einnahmen aus Anlagen bis 30 kWp sind einkommensteuerfrei.
  • Die Einspeisevergütung ist ab Inbetriebnahme für 20 Jahre plus das Inbetriebnahmejahr garantiert.

Recht & Förderung

Was in Österreich gilt

Die Rechtslage bestimmt, mit welchen Grenzwerten und Vergütungen dieser Rechner arbeitet.

Keine garantierte Einspeisevergütung — der Preis ist Verhandlungssache

Österreich kennt kein Pendant zur deutschen EEG-Vergütung. Was Sie für Überschussstrom bekommen, legt Ihr Stromlieferant fest.

Typische Spanne
3–11 ct/kWh
Garantie
keine gesetzliche

Das ist der größte wirtschaftliche Unterschied zu Deutschland. Der Rechner arbeitet mit einem Mittelwert — holen Sie ein konkretes Angebot ein, bevor Sie damit kalkulieren.

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Die Vergütung folgt in der Regel dem Börsenpreis, teils mit Abschlag, teils als Fixpreis über ein oder zwei Jahre. Sie kann sich nach Vertragsende deutlich ändern — nach oben wie nach unten.

Für die Wirtschaftlichkeit heißt das: Eigenverbrauch zählt in Österreich noch mehr als in Deutschland. Eine Anlage knapp auf den Eigenbedarf zu dimensionieren ist hier eher vertretbar als dort.

Über die Marktprämie der OeMAG gibt es für größere Anlagen einen geförderten Weg, der aber an Ausschreibungen gebunden ist und für Haushaltsanlagen selten relevant ist.

Nullsteuersatz für Anlagen bis 35 kWp

Für Lieferung und Installation von Photovoltaikanlagen bis 35 kWp fällt keine Umsatzsteuer an.

Umsatzsteuer
0 % bis 35 kWp

Die Regelung wurde befristet eingeführt und mehrfach angepasst. Prüfen Sie vor Auftragsvergabe den aktuellen Geltungszeitraum.

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Die Grenze liegt höher als in Deutschland. Der Nullsteuersatz erspart die frühere Konstruktion über die Regelbesteuerung mit Vorsteuerabzug und anschließender Kleinunternehmerregelung.

Die Befreiung gilt für Anlagen auf oder in der Nähe von Wohngebäuden sowie auf Gebäuden, die dem öffentlichen Wohl dienen.

Energiegemeinschaften: der österreichische Sonderweg

Überschussstrom lässt sich direkt an Nachbarn weitergeben — zu selbst vereinbarten Preisen und mit reduzierten Netzentgelten.

Netzentgelt-Rabatt
bis 57 % (lokale Ebene)
Erneuerbare-Energie-Gemeinschaft
gleiche Netzebene
Bürgerenergiegemeinschaft
bundesweit möglich
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Österreich hat die EU-Vorgaben zu Energiegemeinschaften deutlich ambitionierter umgesetzt als Deutschland. Wer eine Anlage betreibt, kann Überschuss an Mitglieder der Gemeinschaft verkaufen, statt ihn zum niedrigen Marktpreis abzugeben.

Praktisch ist das der wirksamste Hebel gegen die fehlende Einspeisevergütung: Statt drei bis elf Cent lassen sich innerhalb einer Gemeinschaft oft fünfzehn bis zwanzig Cent erzielen — und der Abnehmer zahlt trotzdem weniger als beim Lieferanten.

Bundesförderung plus Landesförderung

Heizungstausch und Photovoltaik werden auf Bundesebene gefördert; die Bundesländer legen eigene Programme obendrauf.

Förderhöhen und Antragsfenster ändern sich in Österreich häufiger als in Deutschland und sind teils budgetabhängig.

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Für den Umstieg von einer fossilen Heizung auf eine Wärmepumpe gibt es einen Bundeszuschuss, der für einkommensschwächere Haushalte bis nahe an die Vollfinanzierung reichen kann. Die Länder ergänzen mit eigenen Töpfen, deren Höhe und Bedingungen erheblich schwanken.

Weil sich Bundes- und Landesförderung addieren, aber jeweils eigene Fristen und Deckel haben, lohnt es sich, beide Anträge vor Auftragsvergabe zu prüfen.

Diese Zusammenstellung ist eine Orientierung, keine Rechtsberatung. Regelungen in diesem Bereich ändern sich mehrmals jährlich — prüfen Sie vor einer Investition die verlinkte Primärquelle oder fragen Sie einen Fachbetrieb.

Häufige Fragen

Kurz beantwortet.

Wie groß sollte die Anlage sein?

Als Faustregel gilt: so groß wie die nutzbare Dachfläche zulässt. Da die Einspeisevergütung über der Grenzkostenschwelle liegt und die Modulkosten je kWp mit der Anlagengröße sinken, ist eine größere Anlage fast immer wirtschaftlicher als eine knapp auf den Eigenverbrauch dimensionierte.

Rechnet sich ein Speicher?

Das hängt am Speicherpreis je Kilowattstunde Kapazität und an Ihrem Verbrauch. Unterhalb von etwa 600 €/kWh wird es in den meisten Haushalten wirtschaftlich. Der Speicher-Rechner zeigt Ihnen die Grenze für Ihren Fall.

Was ist der Unterschied zwischen Eigenverbrauchsquote und Autarkiegrad?

Die Eigenverbrauchsquote sagt, welcher Anteil Ihrer Erzeugung im Haus bleibt. Der Autarkiegrad sagt, welcher Anteil Ihres Verbrauchs aus der eigenen Anlage kommt. Eine große Anlage hat eine niedrige Eigenverbrauchsquote, aber einen hohen Autarkiegrad.

Alle Ergebnisse sind Modellrechnungen auf Basis Ihrer Eingaben und statistischer Referenzdaten. Sie ersetzen keine individuelle Fachplanung.