Zum Inhalt springen
Amperecalc

Kosten & Bilanz

Rechnet sich der Wechsel wirklich?

Der günstigste Tarif im ersten Jahr ist selten der günstigste im zweiten. Dieser Rechner stellt beide Jahre nebeneinander und zeigt, ab welchem Verbrauch sich das Verhältnis dreht.

Wie wir rechnen

Rechenmodell

  1. 01

    Jahreskosten ergeben sich aus zwölf Monatsgrundpreisen plus Verbrauch mal Arbeitspreis.

  2. 02

    Neukundenboni werden ausschließlich dem ersten Jahr zugerechnet und im zweiten Jahr entfernt.

  3. 03

    Der Schnittpunkt zweier Tarife wird analytisch aus der Differenz von Grund- und Arbeitspreis bestimmt.

  4. 04

    Alle Tarife werden zusätzlich auf einen Effektivpreis je Kilowattstunde umgerechnet, um sie direkt vergleichbar zu machen.

Gut zu wissen

  • Ein hoher Bonus bei hohem Arbeitspreis ist bei großem Verbrauch fast immer das schlechtere Geschäft.
  • Preisgarantien beziehen sich meist nur auf den Beschaffungsanteil, nicht auf Steuern, Abgaben und Netzentgelte.
  • Bei Verbrauch unter etwa 1.500 kWh dominiert der Grundpreis die Rechnung — dort lohnt der Blick auf Tarife ohne Grundgebühr.

Recht & Förderung

Was in Österreich gilt

Die Rechtslage bestimmt, mit welchen Grenzwerten und Vergütungen dieser Rechner arbeitet.

Energiegemeinschaften: der österreichische Sonderweg

Überschussstrom lässt sich direkt an Nachbarn weitergeben — zu selbst vereinbarten Preisen und mit reduzierten Netzentgelten.

Netzentgelt-Rabatt
bis 57 % (lokale Ebene)
Erneuerbare-Energie-Gemeinschaft
gleiche Netzebene
Bürgerenergiegemeinschaft
bundesweit möglich
Details einblenden

Österreich hat die EU-Vorgaben zu Energiegemeinschaften deutlich ambitionierter umgesetzt als Deutschland. Wer eine Anlage betreibt, kann Überschuss an Mitglieder der Gemeinschaft verkaufen, statt ihn zum niedrigen Marktpreis abzugeben.

Praktisch ist das der wirksamste Hebel gegen die fehlende Einspeisevergütung: Statt drei bis elf Cent lassen sich innerhalb einer Gemeinschaft oft fünfzehn bis zwanzig Cent erzielen — und der Abnehmer zahlt trotzdem weniger als beim Lieferanten.

Diese Zusammenstellung ist eine Orientierung, keine Rechtsberatung. Regelungen in diesem Bereich ändern sich mehrmals jährlich — prüfen Sie vor einer Investition die verlinkte Primärquelle oder fragen Sie einen Fachbetrieb.

Häufige Fragen

Kurz beantwortet.

Wie oft sollte ich den Anbieter wechseln?

Wer den Neukundenbonus mitnehmen will, wechselt jährlich. Der Aufwand liegt bei etwa fünfzehn Minuten, die Ersparnis in vielen Haushalten bei 150 bis 350 € pro Jahr.

Was ist ein dynamischer Tarif?

Ein Tarif, dessen Arbeitspreis stündlich dem Börsenpreis folgt. Er lohnt sich, wenn Sie Verbrauch verschieben können — etwa mit Wärmepumpe, Speicher oder E-Auto. Ohne steuerbare Lasten ist das Einsparpotenzial gering.

Zählt der Grundpreis wirklich so stark?

Bei kleinen Haushalten ja. Bei 1.200 kWh Jahresverbrauch machen 5 € Grundpreisdifferenz pro Monat 5 Cent je Kilowattstunde aus — mehr als die meisten Arbeitspreisunterschiede.

Alle Ergebnisse sind Modellrechnungen auf Basis Ihrer Eingaben und statistischer Referenzdaten. Sie ersetzen keine individuelle Fachplanung.