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Wärme

Wärmepumpe oder Gaskessel — was kostet weniger?

Ob sich eine Wärmepumpe rechnet, entscheidet ein einziges Verhältnis: der Strompreis geteilt durch die Jahresarbeitszahl gegenüber dem Gaspreis geteilt durch den Kesselnutzungsgrad. Alles andere sind Details — die dieser Rechner ebenfalls abbildet.

Wie wir rechnen

Rechenmodell

  1. 01

    Aus Wohnfläche und Gebäudestandard folgt der spezifische Heizwärmebedarf; der Warmwasserbedarf wird über die Personenzahl ergänzt.

  2. 02

    Der Stromverbrauch der Wärmepumpe ergibt sich aus dem Wärmebedarf geteilt durch die Jahresarbeitszahl, die aus Wärmequelle und Vorlauftemperatur abgeleitet wird.

  3. 03

    Der Vergleichsfall wird mit Kesselnutzungsgrad, Brennstoffpreis und dem gesetzlichen CO₂-Preis bewertet.

  4. 04

    Investition abzüglich Förderung ergibt zusammen mit der jährlichen Kostendifferenz die Amortisation.

Gut zu wissen

  • Die BEG-Förderung für den Heizungstausch beträgt 30 Prozent Grundförderung, zuzüglich Klimageschwindigkeits- und Einkommensbonus bis maximal 70 Prozent, gedeckelt auf 30.000 € förderfähige Kosten.
  • Entscheidend für die Jahresarbeitszahl ist die Vorlauftemperatur: Jedes Grad weniger bringt etwa 2,5 Prozent Effizienz.
  • Der CO₂-Preis auf fossile Brennstoffe steigt weiter und verschiebt den Vergleich Jahr für Jahr zugunsten der Wärmepumpe.

Recht & Förderung

Was in Österreich gilt

Die Rechtslage bestimmt, mit welchen Grenzwerten und Vergütungen dieser Rechner arbeitet.

Bundesförderung plus Landesförderung

Heizungstausch und Photovoltaik werden auf Bundesebene gefördert; die Bundesländer legen eigene Programme obendrauf.

Förderhöhen und Antragsfenster ändern sich in Österreich häufiger als in Deutschland und sind teils budgetabhängig.

Details einblenden

Für den Umstieg von einer fossilen Heizung auf eine Wärmepumpe gibt es einen Bundeszuschuss, der für einkommensschwächere Haushalte bis nahe an die Vollfinanzierung reichen kann. Die Länder ergänzen mit eigenen Töpfen, deren Höhe und Bedingungen erheblich schwanken.

Weil sich Bundes- und Landesförderung addieren, aber jeweils eigene Fristen und Deckel haben, lohnt es sich, beide Anträge vor Auftragsvergabe zu prüfen.

Diese Zusammenstellung ist eine Orientierung, keine Rechtsberatung. Regelungen in diesem Bereich ändern sich mehrmals jährlich — prüfen Sie vor einer Investition die verlinkte Primärquelle oder fragen Sie einen Fachbetrieb.

Häufige Fragen

Kurz beantwortet.

Braucht meine Wärmepumpe zwingend eine Fußbodenheizung?

Nein. Entscheidend ist die nötige Vorlauftemperatur, nicht die Art der Heizfläche. Viele Bestandsgebäude kommen nach dem Tausch einzelner Heizkörper mit 50 bis 55 °C aus — das reicht für eine Jahresarbeitszahl um 3,0 bis 3,4.

Was ist eine gute Jahresarbeitszahl?

Bei Luft-Wasser-Wärmepumpen im Bestand sind 3,0 bis 3,5 realistisch, im Neubau mit Flächenheizung 4,0 bis 4,5. Erdreich-Wärmepumpen liegen etwa 0,5 bis 1,0 höher.

Lohnt sich die Kombination mit Photovoltaik?

Ja, aber weniger stark als oft angenommen: Der Heizbedarf fällt im Winter an, der PV-Ertrag im Sommer. Typischerweise deckt eine Dachanlage 20 bis 30 Prozent des Wärmepumpenstroms — beim Warmwasser im Sommer deutlich mehr.

Alle Ergebnisse sind Modellrechnungen auf Basis Ihrer Eingaben und statistischer Referenzdaten. Sie ersetzen keine individuelle Fachplanung.